Klöcknervision - Gedanken und Meinungen zu einer neuen Weltanschauung

Genmanipulation macht auch vor Genuss nicht halt

Ja, was war das Geschrei und Wehklagen groß, als vor wenigen Jahren die Medien über Feldversuche genmanipulierter Rebsorten berichteten. Nun hatte es auch den Weinbau erwischt. Hatten all die Leichtgläubigen gedacht, dass der Krug an ihnen vorbeiziehen würde? Es scheint so oder war dies nur der Aufschrei Ehrenwerter, die sich der Illusion hingaben, dass ausgerechnet ihre Domäne verschont bleiben würde. Verbände, Gegner der Genmanipulation und Umweltverbände hatten sich formiert, um Front gegen diesen Affront zu machen und die Verantwortlichen für dies unbegreifliche Fehlvergehen zur Rechenschaft zu ziehen.

WeinstockEs ist schon ein starkes Stück, Gene des geliebten Rieslings mit denen der Gerste zu bereichern, nur um resistentere Sorten zu schaffen. Das behaupten die so federführenden Rebzuchtinstitute. Deren Aufrichtigkeit nimmt man auch gerne ab, denn sie möchten den Winzern ja nur die Möglichkeit bieten deren horrende Investitionen bezüglich jährlicher, ungeliebter Flora- und Faunabekämpfung zu senken. Unser uneingeschränkter Beifall soll über sie niederprasseln, denn nichts wäre uns lieber als, dass die eingesparten Kosten an den Verbraucher weitergegeben werden. Vielleicht haben wir dann das Glück uns nach einigen Dekaden, sofern diese waghalsigen Experimente weiter geführt werden, den geliebten Rebensaft mit einem strammen “Feldwebel” ins Glas zu kippen.

Nur zur Information: Bier ist ein wunderbares Getränk, aber Wein ist etwas Besonderes. Mensch, wäre dies ein Gewinn, wenn wir beides, Bier und Wein, in einem bekämen. Es ist doch einfach ein Segen, wenn wir Verbraucher von innovativen, wissenschaftlichen Fortschritten profitieren können.

Sehr naiv, denken Sie und haben dabei Recht. Man kann sicher sein, dass ein Wein aus genmanipulierten Rebstöcken sehr schwer von einem “konventionellen” zu unterscheiden ist. Selbst eine organoleptische Probe wird nur über seine Qualitäten Aufschluss geben können. Wie sollen wir sie dann unterscheiden können? Durch Kennzeichnung per Gesetz, dass sicherlich öfters umgangen wird? Ein neues Feld also für organisierte Weinskandale. Und wer schützt uns vor solchen Unregelmäßigkeiten? Der seit langem tätige Anwalt des Verbrauchers, er selbst.

Oder glauben Sie wirklich, dass veränderte Maßnahmen im organischen Leben ohne Auswirkungen bleiben werden? Wohl kaum, aber nur wir, Herr und Frau Verbraucher, haben (Geld) Mittel und Wege diese drohenden Wucherungen einigermaßen in den Griff zu bekommen. Und fragen Sie sich bitte auch wer den Nutzen an solchen Dingen hat. Wer propagiert dies alles, wer nutzt den Zeitgeist, um uns fadenscheinige Zukunftsvisionen schmackhaft zu machen?

GenmanipulationVor nahezu sechzig Jahren begannen fähige Männer und (einige) Frauen das Mysterium Atomspaltung für die Menschheit nutzbar zu machen. Heute wissen wir, dass es zu erst viele unserer Artgenossen vernichtete und dann erst zu unserem aller “Wohl” weiterentwickelt wurde. Im neuen Jahrtausend werden wir diesen “Segen der Menschheit” zum Teufel jagen müssen, da sich auch beim geringsten unserer Brüder oder Schwestern die Einsicht langsam breit macht, dass wir auf einige Dinge gerne verzichten können. Wir sollten vorsichtig sein uns zu weit aus dem offenen Fenster herauszulehnen.

Santé, und denken Sie auch an Ihre Nachkommen, die dasselbe Recht haben, ihr Leben mit einem gewissen Genuss zu gestalten.

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