Klöcknervision - Gedanken und Meinungen zu einer neuen Weltanschauung

Trüffel

Als der bekannteste, lebende Koch, PAUL BOCUSE, für den französischen Präsidenten etwas ganz außergewöhnliches kochen sollte - machte er eine Trüffelsuppe. Mit dieser Suppe wurde er weltberühmt und Tausende von Feinschmeckern fuhren in die Nähe von Lyon, um diese Suppe zu goutieren. Trüffel sind etwas ganz besonderes, ihr unvergleichbares Aroma läßt Köche und Feinschmecker gleichermaßen träumen. Der Trüffel ist der teuerste Speisepilz der Welt, ein Kilo kann bis zu mehreren tausend Euro kosten. Eine „ normale Portion“ Trüffel für zwei Personen kostet um die 50 Euro. Damit sich der Geruch des Trüffels entfaltet, braucht er einen Geschmacksträger. Spitzenköche betonen immer wieder, mit Butter, Eigelb oder Olivenöl geht das am Besten. Also Omelett, Spiegelei oder Tagliatelle und Trüffel drüber gehobelt. Dabei wird der Trüffel nach der Zubereitung der Nudeln frisch auf die Pasta in hauchdünnen Scheiben gerieben. Trüffel werden nicht gewaschen, sondern mit einer Zahnbürste gesäubert.

TrüffelsucheTrüffel zu suchen ist nicht so einfach - Schweine oder Hunde werden dafür eingesetzt. Der Duft des Pilzes ähnelt Androstenon, dem Sexualstoff des Ebers. Deshalb suchen geschlechtsreife, weibliche Schweine instinktiv danach. Allerdings werden Hunde von vielen Trüffelhändlern bevorzugt. Sie haben nämlich einen unschlagbaren Vorteil gegenüber den Schweinen - sie fressen die Trüffel nicht. Trüffelsaison ist von November bis März, dann wird in den Eichenwäldern Norditaliens, im südwestfranzösischen Perigord und in Kroatien, um nur einige Trüffelgebiete zu nennen, der Pilz gesucht. Dabei unterscheiden wir hauptsächlich zwischen (noch teureren) weißen oder Albatrüffel und schwarzen oder Perigordtrüffel. Es gibt aber auch Sommertrüffel, weiße Chinesische, Himmalayatrüffel etc. Bei unseren Nachbarn in Lothringen wird leider nur der Burgundertrüffel angebaut und nicht der intensivere Perigordtrüffel. Trotzdem – Trüffel sind schon etwas ganz Besonderes!

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